Küchenrolle? Wozu braucht man die eigentlich?

Wenn man der Werbung glaubt, ist eine Küchenrolle unersetzlich. Zwingend notwendig. Aus einem Haushalt nicht wegzudenken. Es ist ja auch so einfach. Küchenrolle nehmen, gerne mehrere Blätter, das Ungemach wegwischen und weg damit. Funktioniert angeblich sogar mit dem Partner. Vor allem in Familien mit kleinen Kindern hat die Küchenrolle nicht nur den Wischlappen, sondern auch gleich die Serviette ersetzt. Gut, dass noch kein Kind aus Versehen gleich mit weggewischt wurde.

Sehr praktisch also, aber unterm Strich ist es ein furchtbares Wegwerfprodukt. Es wird mit viel Aufwand Zellulose hergestellt, in Form gebracht, evtl. noch bedruckt, auf Rollen gewickelt, in Plastik verpackt, durch die Gegend gefahren, in Regale geräumt, von uns gekauft und nach Hause getragen – damit es dann nach einmaligem Gebrauch im Mülleimer landet. Wenn man mal darüber nachdenkt, ist das ein totaler Wahnsinn!

Was ist die Alternative?

So unersetzlich wie Küchenrolle aber erscheint, ist sie gar nicht. Wir haben sie seit über einem Jahr nicht mehr und ganz ehrlich: Ich habe sie nicht vermisst! Statt dessen verwenden wir kleine Stofftücher, die ich aus etwas älteren Küchenhandtüchern geschnitten habe. Ein kleiner Korb davon steht immer griffbereit neben dem Tisch – wie die Küchenrolle, sieht aber viel schöner aus. Die sind genauso gut, um kleinere Unglücke am Tisch aufzuwischen oder Schokoladenmünder und -hände grob zu reinigen, bevor es nach dem Essen sowieso ins Bad zum Händewaschen geht. Ist das Malheur größer, holen wir halt ein Spültuch aus der Küche. Die sind übrigens auch aus Stoff und waschbar. Die Stofftücher landen danach natürlich nicht im Müll, sondern in der Waschmaschine bei der nächsten 60°-Wäsche.

Und weil sich das so gut bewährt hat, habe ich uns vergangene Woche ein Upgrade gegönnt und und aus schönerem Stoff kleine Stoffservietten gemacht. Die sind gerade für den Mund ein bisschen weicher und sehen natürlich hübscher aus. Den Waschmaschinentest haben die ersten auch schon überstanden. Die bisherigen Stofftücher bleiben jetzt für die etwas gröberen Sachen, auch weil sie natürlich nach einem Jahr regelmäßigem Gebrauch nicht mehr ganz so hübsch aussehen.

Der einzige Nachteil der neuen Servietten: Die Kinder finden sie so schön, dass sie sich fast nicht trauen, sie zu benutzen. Aber das Problem löst sich meiner Erfahrung nach ganz schnell 🙂

Und Ihr? Nutzt Ihr zu Hause Stoffservietten? Waschbare Spültücher?

4 Gedanken zu “Küchenrolle? Wozu braucht man die eigentlich?

  1. Hallo!

    Ich verwende auch schon seit vielen Jahren Stofftaschentücher, Stoffserviette und alte Küchenhandtücher statt der Küchenrolle.

    Hast Du schon von unserer laufenden Linkparty „einfach.nachhaltig.besser.leben“ gehört? Dein Beitrag würde super dazu passen, falls Du verlinken magst?

    Derzeit findet die Linkparty gerade auf meinem Blog statt.

    https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/09/10/einab-einfach-nachhaltig-besser-leben-6/

    lg
    Maria

    Gefällt 1 Person

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