Weniger ist mehr: Was hat Corona mit unseren Vorsätzen gemacht?

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Seit ziemlich genau 1,5 Jahren bestimmt Corona mehr oder weniger unser Leben. Nahezu jeder Bereich des Lebens war und ist betroffen: Arbeit und Schule, Freizeit und Freunde, Wohnen und Leben. Soviel Veränderung muss auch Auswirkungen auf das haben, was diesen Blog hier bewegt: Wieviel und was kaufen wir ein? Wie bewegen wir uns von A nach B? Wie nachhaltig leben wir? Bei mir merke ich das deutlich.

Vieles, was ich vorher geschafft habe und nebenbei, mit wenig Mehraufwand gut machen konnte, wurde in Müdigkeit erstickt. Ich habe bemerkt, dass ich für manche Dinge, selbst wenn sie nur ein bisschen mehr Aufwand bedeutet hätten, keine Kraft mehr hatte.

Hier kommt eine (unvollständige) Liste:

  • Dieser Blog hier war im Tiefschlaf (trotz guter Vorsätze).
  • Wir haben definitiv mehr im Internet bestellt! Teils, weil wir den Einkauf gescheut haben, teil waren die Läden auch gerade zu und die Kinder aber aus Schuh oder Jacke rausgewachsen. Das eine oder andere war aber auch Shopping aus Langeweile, aus einem Belohnungs- oder Frustgedanken heraus („wenn ich schon sonst nichts machen kann…“).
  • Wir haben viel mehr Essen-to-go geholt, einerseits um „unsere“ Restaurants zu unterstützen, aber meistens, weil ich keine Lust und Kraft mehr hatte, schon wieder zu kochen. Und das war natürlich alles Einweg-verpackt.
  • Manche Läden haben keine mitgebrachten Behälter mehr akzeptiert, z.B. unser Bäcker.
  • Es gab auch mehr eingepackte Lebensmittel im Haus: Süßigkeiten, Chips, aber auch so Dinge wie Toast, die wir vorher jahrelang quasi gar nicht mehr gekauft hatten. Teils war das Frust, teils Bequemlichkeit und mangelnde Energie für gesündere und weniger verpackte Alternativen.
  • Ich persönlich habe auch wieder viel mehr Fleisch gegessen. Mein Kopf war schlicht zu platt, mir Gedanken um die Alternative in diesem Moment zu machen.

Aber es gab auch gute Entwicklungen:

  • Wir haben unser Auto verkauft und fahren viel mehr Fahrrad, dank Lastenanhänger auch zum Sperrmüll oder zum Getränkemarkt.
  • Ich bin viel mehr zu Fuß gelaufen, auch als Ausgleich zum vielen zu Hause sitzen. Das waren teils tägliche Wege im Alltag, aber auch unzählige Spaziergänge mit FreundInnen, oft mit einem Kaffee-to-go im Thermobecher.
  • Mit Tennis habe ich einen neuen Sport für mich entdeckt, der wenig Ressourcen braucht und den ich hier ums Eck machen kann.

Und Ihr? Wie ist es bei Euch? Wie geht es Euch?

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