Archiv der Kategorie: Adventskalender

Das 24. Türchen: Lächeln

Geschafft! Heute ist Heilig Abend! Und heute will ich einfach mal mehr. Mehr Freude .

Deshalb: Einfach mal mehr lächeln.

Es kostet nichts, man kann es vielfach verschenken. Schon morgens am Frühstückstisch, auf der Straße, in der Kirche, unterm Weihnachtsbaum. Man kann es sogar sich selbst schenken beim Blick in den Spiegel. Lächeln macht glücklich und das möchte ich heute sein.

Ich wünsche Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest!

Das 23. Türchen: Glasflaschen

Heute zum Fast-Abschluss gibt es noch einmal einen Klassiker: Glasflaschen statt Tetra Pak! Denn Tetra Paks sind zwar theoretisch recycelbar, in der Praxis ist das aber schwierig, vor allem weil sie aus drei verschiedenen Schichten bestehen (Holzfaser im Getränkekarton verarbeitet, Kunststoff beim Deckel, dazu innen eine Schicht Aluminium. Das wieder zu trennen ist kompliziert, so dass doch die meisten „thermisch verwertet“, d.h. verbrannt werden.Wer mehr dazu lesen will, dem empfehle ich diesen Artikel von Miss Hippie (auf deutsch) oder diesen von Treading my own path (auf englisch).

Deshalb: Einfach mal die Milch in der Pfandflasche kaufen, auch wenn es teurer ist.

Und weil Glas schwer ist, nimmt man am besten ein regionales Produkt für kurze Transportwege. Das Schöne ist, dass die Milch aus der Glasflasche auch einfach besser schmeckt (zumindest mir). Vielleicht probiert ihr es zur Feier von Weihnachten einfach mal aus.

Und Ihr? Schleppt Ihr auch lieber Glasflaschen?

PS: Das mit den Pfandflaschen aus der Region gilt natürlich auch für Saft 🙂

 

Das 22. Türchen: Zuhören

Endspurt, noch zwei Tage bis Weihnachten. Die letzten Geschenke, Lebensmittel einkaufen, vielleicht noch arbeiten, Koffer packen, für viele Kinder der letzte Schultag vor den Ferien, alle rennen und rempeln, ganz viele Menschen sind so überlastet, dass sie nicht mehr nach rechts und links schauen können. Puh.

Viele von denen, die jetzt unwirsch sind und mit Scheuklappen durch die Gegend rennen, haben Sorgen, die oft auch gerade rings um Weihnachten nach oben gespült werden. Manch einer hat geliebte Menschen verloren. Vielleicht sind es Geldsorgen. Beziehungsprobleme. Wer weiß das schon?

Deshalb: Einfach mal zuhören.

Lasst uns weniger erzählen, weniger von uns reden. Lasst uns ernsthaft nachfragen, wie es jemandem geht. Empfangen statt senden, zuhören statt reden. Mit allen Sinnen. Mal sehen, was dann passiert.

Und Ihr? Wie geht es Euch?

Das 21. Türchen: Jammern

Jammern gehört zum Geschäft. Bei den Kollegen jammert man über die viele Arbeit, bei den Freunden über die Kollegen oder die viele Arbeit, beim Autofahren über die vielen anderen Autos, beim Radfahren über die blöde Ampelschaltung, wenn es kalt ist über die Kälte, wenn es warm ist über die Hitze. Bei kleinen Kindern jammern wir darüber, dass sie morgens so früh aufwachen, bei den größeren, dass sie so lange schlafen. Manchmal ist das Gejammer kaum noch auszuhalten.

Dabei geht es uns allen eigentlich extrem gut. Natürlich plagen jeden von uns Sorgen, das möchte ich gar nicht kleinreden. Aber in Summe? Vielleicht vergessen wir manchmal, das Gute in unserem Leben bewusst wahrzunehmen und wertzuschätzen.

Deshalb: Einfach mal nicht jammern und bewusst das Gute suchen in allem, was passiert.

Lasst uns den Regen genießen, der Sonne ins Gesicht lächeln. Alles hat seine Zeit. Auch wenn es viel Arbeit ist, gar keine wäre schlimmer. Manche Kollegen nerven, aber es manche sind sicher sehr nett. Wenn uns die Kinder früh wecken, haben wir mehr vom Tag, wenn sie lange schlafen, genießen wir den Kaffee am Morgen ganz in Ruhe. Wer das Gute sehen kann, ist glücklicher!

Und Ihr? Wie geht es Euch heute?

Das 19. Türchen: Helfen

Nicht allen Menschen geht es so gut, dass in den Tagen vor Weihnachten ihr größtes Problem die noch fehlenden Geschenke und feinen Lebensmittel fürs Fest sind. Manche haben keine Arbeit, keine Wohnung, kein Geld. Gerade wenn ich obdachlose Menschen sehe auf den Straßen, kann ich mir kaum vorstellen, wie es ihnen ergeht, wie sie sich fühlen. Ich stelle mir vor, wie ich mich fühlen würde, wenn ich in der Kälte sitze und die allermeisten Menschen sich sehr große Mühe geben, an mir vorbei oder durch mich hindurch zu schauen.

Deshalb: Einfach mal einem Obdachlosen einen heißen Kaffee oder was Warmes zu Essen ausgeben.

Ein freundlicher Blick, ein Lächeln sind eigentlich nicht zu viel verlangt. Wer sich dann noch die Zeit nimmt (und den Mut findet), sich ein bisschen mit diesem Menschen zu unterhalten, der macht mit großer Wahrscheinlichkeit diesem Menschen eine riesengroße Freude.

Und auch wenn es im Moment noch nicht so richtig kalt ist: Notiert Euch die Telefonnummer der Kältehilfe in Eurer Stadt. Der Tag und die Nacht wird kommen, wo es lebensgefährlich ist, draußen zu bleiben. Seht nicht weg, sondern helft. Die Menschen selbst können es oft nicht (mehr).

Kältebus der Berliner Stadtmission: (0178) 523 58-38

Und Ihr? Was geht in Euch vor, wenn Ihr an Obdachlosen Menschen vorbeigeht?

Bildquelle: Berliner Stadtmission

PS: Ich würde mich freuen, wenn Ihr aktuelle Telefonnummern von Kältehilfen aus Euern Städten und Landkreisen ergänzen würdet – ich füge sie dann hier ein.

Das 18. Türchen: Coffee-to-stay

Nur noch 6 Tage bis Weihnachten, die allermeisten müssen noch das eine oder andere besorgen – und seien es nur noch die Lebensmittel. Genug Stress, da müssen wir nicht auch noch unseren Kaffee im Laufschritt trinken.

Deshalb: Einfach mal den Kaffee im Cafe trinken statt to-go. Oder lieber einen Glühwein auf dem Christkindlmarkt?

Ganz egal, einfach mal 5 Minuten Pause machen, soviel Zeit hat man immer. Und wenn man sie unterwegs nicht hat, dann kann man zu Hause eine Tasse Tee trinken. So oder so, man vermeidet Abfall und tut sich selbst wirklich etwas gutes, anstatt nur so zu tun.

Und Ihr? Seid Ihr noch im Stress?

Das 16. Türchen: Menüplanung

Weihnachten ist eigentlich ein Fest der Freude und der Ruhe. Zusammen eine gute Zeit haben. Miteinander reden. Irgendwie ist das ganze aber ein bisschen aus dem Takt geraten. Für viele ist nicht nur die Vorweihnachtszeit stressig, sondern auch Heilig Abend. Weite Fahrten zur Familie, manchemüssen am 23. oder sogar am 24. Dezember noch arbeiten. Leider sind viele dieser Faktoren schwierig zu beeinflussen.

Was man aber selber beeinflussen kann ist der Aufwand an Heilig Abend selber, vor allem fürs Essen. Natürlich will man was Schönes auf den Tisch stellen und nicht lieblos etwas hinklatschen. Deswegen muss das aber nicht aufwändig sein. Alle Zeit, die man in der Küche verbringt, fehlt anderswo.

Deshalb: Einfach mal für das Weihnachtsessen was Unkompliziertes planen. Dafür dann mehr Zeit für die Lieben haben.

Ich glaube, das ist der Grund für den Erfolg von Kartoffelsalat mit Würstchen.  Man kann aber auch ein Menü planen, dass sich gut vorbereiten lässt.

Bei uns gibts den Klassiker und ich habe sogar das Glück, dass unsere Gäste den Kartoffelsalat mitbringen. Besser gehts nicht, oder?

Und Ihr? Was gibt es bei Euch an Heilig Abend?

Das 15. Türchen: Briefe

Hier schnell mal eine E-Mail, da eine SMS, dort eine Nachricht über Facebook. Selbst Menschen, die auf der anderen Seite der Erde leben, sind für uns schnell erreichbar. Wir kommunizieren alle den ganzen Tag, fortwährend. Aber irgendwie nehmen wir uns immer weniger Zeit für den einzelnen. Ich sage nicht, dass früher alles besser war, aber erinnert Ihr Euch noch daran, wie schön es war, aus dem Urlaub eine Postkarte zu bekommen? Oder den neuesten Brief der Brieffreundin aufzumachen? Es ist eine ganz besondere Art der Wertschätzung, der Aufmerksamkeit. Ein bisschen so, wie ein selbstgemachtes Geschenk, das sagt, „ich habe mir die Zeit für Dich genommen, weil Du mir wichtig bist“!

Deshalb: Einfach mal wieder einen richtigen Brief schreiben. Handschriftlich.

Ich habe das seit Monaten auf meiner inneren To-Do-Liste und schaffe es ehrlich gesagt auch nicht. Aber ein Brief muss noch vor Weihnachten raus. Das kann doch nicht so schwer sein, oder?

Und Ihr? Schreibt Ihr noch handschriftliche Briefe? Oder habt Ihr vielleicht sogar welche bekommen?