Archiv der Kategorie: Weniger Abfall

Ich bin toll!

Tssss, was ist das denn bitte für eine Überschrift? Jetzt ist sie durchgeknallt, oder?

Vielleicht ein bisschen, aber vielmehr ist es ein Versuch der Selbsttherapie! Normalerweise sehe ich nämlich vor allem die Dinge, die noch nicht so sind, wie ich sie gerne hätte. Das liegt zum einen an meiner Art (ist so), aber auch in der Natur der Dinge: Den ganzen Plastikberg, den ich nicht mehr verursache, den kann ich nämlich gar nicht sehen, der ist nicht da. Ich sehe aber das, was immer noch in meinem gelben Sack landet. Genauso ist das beim Restmüll. Und auch sonst sehe ich in der Wohnung naturgemäß all das, was noch da ist – und nicht den ganzen Kram, den ich ausgemistet, mühsam verkauft oder verschenkt habe.

Deshalb habe ich beschlossen, mich heute mal selbst zu loben, und mir all das ins Bewusstsein zu rufen, was schon supergut läuft und was anders ist im Vergleich zu früher.

Hier meine Liste: Ich bin toll! weiterlesen

Wann ist es erlaubt, gegen die eigenen Ideale zu verstoßen?

Natürlich würde ich gerne komplett verpackungsfrei einkaufen, müllfrei leben und dabei natürlich noch nachhaltig, minimalistisch und überhaupt perfekt konsumieren. Ich bin aber nicht perfekt und wenn ich auch nur eine Sekunde länger darüber nachdenke, möchte ich es auch nicht sein. Perfekte Menschen sind mir eher suspekt und irgendwie auch unsympatisch.

In der Realität sieht mein Leben also sehr unperfekt aus und besteht aus ziemlich vielen Ausnahmen von meinen theoretischen Idealen. Dabei ist mein schlechtes Gewissen mal größer und mal kleiner.

Was ist legitim? Was ist es nicht? Wann ist es eigentlich in Ordnung, gegen meine eigenen Regeln zu verstoßen? Wann ist es erlaubt, gegen die eigenen Ideale zu verstoßen? weiterlesen

And the winner is…

Danke erst mal für Eure zahlreiche Teilnahme an meiner allerersten Verlosung überhaupt. Bis Freitagabend waren es 19 Kommentare hier und auf Facebook. Ich hätte ja gedacht, dass viel mehr Menschen die englische Ausgabe von Zero Waste Home schon kennen. Aber man sieht, dass die deutsche Übersetzung wirklich Sinn macht!

Heute morgen durften meine Kinder einen Gewinner auslosen (in einem zweistufigen Verfahren, damit beide etwas dazu beitragen konnten). Zuerst hat mein Großer 3 Zettelchen gezogen und dann durte die Kleine daraus den Gewinnerzettel ziehen:

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Herzlichen Glückwunsch liebe Nicole! Sobald ich die Adresse habe, schicke ich es los!

Und Ihr? Was macht Ihr so am Sonntagmorgen?

Bea Johnsons „Zero Waste Home“ jetzt auch auf Deutsch (und einmal auch für Euch)

Schon im Sommer schrieb mich eine Mitarbeiterin des Verlags Ludwig an mit der Nachricht, dass im Herbst „Zero Waste Home“ von Bea Johnson auch auf Deutsch erscheinen würde. Sie fragte, ob ich hier auf dem Blog darüber schreiben würde. Da mich das Buch inspiriert hat, habe ich dem gerne zugestimmt.

Seit Ende Oktober ist das Buch im Handel und prompt lagen zwei Exemplare in meinem Briefkasten. Voller Neugier habe ich mich also darauf gestürzt. Bea Johnsons „Zero Waste Home“ jetzt auch auf Deutsch (und einmal auch für Euch) weiterlesen

Nachmittags im Park

Gestern Nachmittag waren wir mal wieder im Park am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg. Ein wunderschöner Park mit großartigen Spielplätzen, mein absoluter Lieblingspark in Berlin. Obwohl er relativ neu ist (der erste Teil wurde 2011 eröffnet), wurde ganz viel alter Baumbestand erhalten, es gibt Flächen für Skater, für Spaziergänger, für Kinder, tolle Sitzgelegenheiten, aber auch wilde Brachflächen.

Außerdem gibt es mittlerweile mehrere Pavillons, in denen man auch ein bisschen was zu essen und zu trinken bekommt. An einem davon wollte ich gestern ein Eis für die Kinder holen und was sehe ich: ein Pfandsystem. Dieser wundervolle kleine Kiosk hat keine To-go-Becher, keine Papp- oder Plastikteller. Und es klappt hervorragend. Wie cool ist das denn?

Ganz viele Daumen hoch von mir für diese Entscheidung – und alleine aus Prinzip muss ich da in Zukunft öfter mal einen Kaffee trinken!

Und Ihr? Was ist Eure neueste Entdeckung?

Plastic Free July 16 bis 18: Herausforderung Wochenendausflug

Dieses Wochenende waren wir unterwegs mit Zelt, vielen Freunden und bei Freunden. Wie immer ist das mit der Plastikfreiheit unterwegs komplizierter als zu Hause, aber beim Zelten, wo alles auch irgendwie wasserfest verstaut sein sollte, noch mal ein bisschen mehr. Plastic Free July 16 bis 18: Herausforderung Wochenendausflug weiterlesen

Mittwochabend, Berlin, beim Kaffeeröster

Mittwoch ist mein Abend und ich darf – einfach nur für mich – Französisch lernen. Vor ein paar Wochen bin ich das erste Mal in eine Kaffeerösterei ganz in der Nähe gestolpert, die auch  Coffee-to-go verkaufen. Seitdem war ich ein paar Mal dort vor dem Kurs, um einen Kaffee mitzunehmen, natürlich im eigenen Becher.

  1. Der Kaffee schmeckt super!
  2. Er wurde mir immer problemlos in meinen Becher gefüllt. Manche haben den Becher mit nach hinten in den „Hygiene-Bereich“ genommen, die anderen haben ihn mir sehr nett an der Theke eingefüllt.

Neben dem Café gibt es aber auch einen Verkauf von Kaffee, gemahlen oder als ganze Bohne. In dem Laden riecht es natürlich köstlich und ich habe es schon mehrfach bedauert, mich dort noch nicht umgeschaut zu haben, aber es fehlt immer die Zeit.

Gestern aber war es so weit. Ich hatte Zeit und die Muße und habe mich umgeschaut. Vor mir wartete eine Frau, die gar nicht nach Kaffee, sondern nach Kaffeesäcken fragte. Die geben die nämlich raus, wenn welche da sind. Wie schön, dass sowas nicht weggeworfen wird!

Und dann kam ich: „Würden Sie mir Kaffee auch direkt in eine mitgebrachte Dose abfüllen?“

Ihr ahnt die Anwort der Verkäuferin: „Aber natürlich, das mache ich auch immer so!“

Sie wisperte mir dann noch zu, der Chef sähe das zwar nicht so gerne („Hygiene und so“), aber das sei ihnen, ihr und den Kolleginnen egal. „Wir machen das gerne!“ Nächsten Mittwoch muss ich unbedingt rechtzeitig los zum Französisch!

Irgendwie habe ich gerade einen Lauf 🙂

Und Ihr? Habt Ihr neue Erfolgserlebnisse?

Samstagmorgen, Berlin, beim Bäcker

Es ist Samstagmorgen, ich habe die Brötchenwünsche meiner Familie gesammelt und bin auf dem Weg zum Bäcker. Oje, eine ganz schöne Schlange. Ich entdecke einen Bekannten (kurzes Hallo-Lächeln), einen mir unbekannten Verkäufer. Die Schlange wird kürzer, ich checke schon mal, ob alles gewünschte da ist. Jetzt bin ich dran.

Der Verkäufer hat schon eine Papiertüte in der Hand, sieht meinen Beutel – und lächelt erfreut! Schnell die Papiertüte weg, meine Brötchenwünsche eingepackt. Zur Kasse. „Mit der Zeitung 7,35 Euro – und vielen Dank, dass Sie mit Beutel einkaufen!“ Erstaunter Blick von mir. „In dem Laden, in dem ich normalerweise verkaufe, gibt es auch exakt eine Dame, die ihren eigenen Beutel mitbringt. Da freue ich mich total, wenn das auch andere machen.“

Wir unterhalten uns kurz, dass es wirklich einfach ist, soviel Sinn macht und dass es schön wäre, wenn mehr Leute das machen würden. Ich habe bezahlt, wir wünschen uns ein schönes Wochenende. Meines ist schon schön – dank dieses Erlebnisses.

Und Ihr so? Heute schon beim Bäcker gewesen?

Nutella selbst gemacht

Heute morgen zog köstlicher Duft durch meine Küche. Das Aroma gerösteter Haselnüsse, fein gemahlen und püriert, dazu Schokolade und ein Hauch Vanille… Seit ich vor zwei Wochen bei Utopia auf „Die Nutella-Alternative: Schokoaufstrich selber machen“ gestoßen bin, stand das Rezept ziemlich weit oben auf meiner To-Do-Liste.

Das Schöne daran: Es war eine relativ abfall- und plastikfreie Sache! Nutella selbst gemacht weiterlesen

Kleiner Freitagseinkauf

Edit: Das ist mein 100. Blogeintrag 🙂

Nur mal so kurz zwischendrin mein kleiner Freitagseinkauf beim Bioladen und bei unserem Metzger:

  • Im Bioladen gab es diverses Obst und Gemüse wie Äpfel, Bananen, Paprika, Gurken, Frühlingszwiebeln und Knoblauch, einfach lose in meinen Einkaufkorb. Dazu zwei Flaschen Milch in Glasflaschen und ein Joghurt, auch im Pfandglas.
  • Davor hatte ich noch einen schnellen Abstecher zum Metzger gemacht, der mir völlig unkompliziert die Salami in meine eigene Glasbox packt (die sich scheu hinter dem Gemüse versteckt hat). Dazu gab es eine Rolle Zwiebelmettwurst, die mir immerhin ohne weitere Zusatzverpackungen überreicht wurde.

Beide Geschäfte sind hier ums Eck, so dass ich kein Auto brauche, sondern ganz entspannt zu Fuß gehen kann.

Und Ihr?  Wie habt Ihr diese Woche eingekauft?