Archiv der Kategorie: Weniger Plastik

Klarspüler selbst gemacht

Als ich gerade damit anfangen wollte, neuen Klarspüler zu machen, fiel es mir auf einmal auf: Ich habe Euch noch gar nichts davon erzählt, dass wir seit über einem Jahr Klarspüler selber machen! Zunächst wollte ich es erst mal in Ruhe ausprobieren, bevor ich davon berichte, und dann – habe ich es vergessen. Mannomann!

Jetzt also hier und jetzt, es ist nämlich wirklich supereinfach!

Man braucht:

  • 1 leere Glasflasche (500 ml)
  • 3 EL Zitronensäure
  • Wasser

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Ich bin toll!

Tssss, was ist das denn bitte für eine Überschrift? Jetzt ist sie durchgeknallt, oder?

Vielleicht ein bisschen, aber vielmehr ist es ein Versuch der Selbsttherapie! Normalerweise sehe ich nämlich vor allem die Dinge, die noch nicht so sind, wie ich sie gerne hätte. Das liegt zum einen an meiner Art (ist so), aber auch in der Natur der Dinge: Den ganzen Plastikberg, den ich nicht mehr verursache, den kann ich nämlich gar nicht sehen, der ist nicht da. Ich sehe aber das, was immer noch in meinem gelben Sack landet. Genauso ist das beim Restmüll. Und auch sonst sehe ich in der Wohnung naturgemäß all das, was noch da ist – und nicht den ganzen Kram, den ich ausgemistet, mühsam verkauft oder verschenkt habe.

Deshalb habe ich beschlossen, mich heute mal selbst zu loben, und mir all das ins Bewusstsein zu rufen, was schon supergut läuft und was anders ist im Vergleich zu früher.

Hier meine Liste: Ich bin toll! weiterlesen

Wann ist es erlaubt, gegen die eigenen Ideale zu verstoßen?

Natürlich würde ich gerne komplett verpackungsfrei einkaufen, müllfrei leben und dabei natürlich noch nachhaltig, minimalistisch und überhaupt perfekt konsumieren. Ich bin aber nicht perfekt und wenn ich auch nur eine Sekunde länger darüber nachdenke, möchte ich es auch nicht sein. Perfekte Menschen sind mir eher suspekt und irgendwie auch unsympatisch.

In der Realität sieht mein Leben also sehr unperfekt aus und besteht aus ziemlich vielen Ausnahmen von meinen theoretischen Idealen. Dabei ist mein schlechtes Gewissen mal größer und mal kleiner.

Was ist legitim? Was ist es nicht? Wann ist es eigentlich in Ordnung, gegen meine eigenen Regeln zu verstoßen? Wann ist es erlaubt, gegen die eigenen Ideale zu verstoßen? weiterlesen

Nachmittags im Park

Gestern Nachmittag waren wir mal wieder im Park am Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg. Ein wunderschöner Park mit großartigen Spielplätzen, mein absoluter Lieblingspark in Berlin. Obwohl er relativ neu ist (der erste Teil wurde 2011 eröffnet), wurde ganz viel alter Baumbestand erhalten, es gibt Flächen für Skater, für Spaziergänger, für Kinder, tolle Sitzgelegenheiten, aber auch wilde Brachflächen.

Außerdem gibt es mittlerweile mehrere Pavillons, in denen man auch ein bisschen was zu essen und zu trinken bekommt. An einem davon wollte ich gestern ein Eis für die Kinder holen und was sehe ich: ein Pfandsystem. Dieser wundervolle kleine Kiosk hat keine To-go-Becher, keine Papp- oder Plastikteller. Und es klappt hervorragend. Wie cool ist das denn?

Ganz viele Daumen hoch von mir für diese Entscheidung – und alleine aus Prinzip muss ich da in Zukunft öfter mal einen Kaffee trinken!

Und Ihr? Was ist Eure neueste Entdeckung?

Plastic Free July 16 bis 18: Herausforderung Wochenendausflug

Dieses Wochenende waren wir unterwegs mit Zelt, vielen Freunden und bei Freunden. Wie immer ist das mit der Plastikfreiheit unterwegs komplizierter als zu Hause, aber beim Zelten, wo alles auch irgendwie wasserfest verstaut sein sollte, noch mal ein bisschen mehr. Plastic Free July 16 bis 18: Herausforderung Wochenendausflug weiterlesen

Plastic Free July 11: Pausenbrot oder auf neudeutsch „Lunchbox“

Wer Kinder in der Kita oder in der Schule hat, kennt das. Jeden Tag etwas zu Essen und zu Trinken zusammenstellen, dabei den richtigen Mittelweg zwischen den Wünschen der Kinder (=Honigbrot und Süßigkeiten) und den Idealvorstellungen der Eltern (=Vollkornbrot mit Frischkäse, Obst und Gemüse) finden. Und dann muss ja alles noch irgendwo rein.

Wir haben in den vergangenen Jahren Stück für Stück von den üblichen Plastikdosen und -flaschen auf Edelstahl umgestellt. Denn auch wenn die Sachen mehrfach verwendet werden, war mir das nach all der Beschäftigung mit den  gesundheitlichen Nebenwirkungen von Plastik suspekt. Außerdem sind uns bei den Plastiksachen oft die kleinen, beweglichen Teile abgebrochen (zum Beispiel die Clips zum Verschließen), so dass ich Metall auch aus dem Grund besser finde.

Unser Sortiment:

  • für jedes Kind zwei Dosen. Diese sind nicht für Flüssiges geeignet, schließen aber ganz gut.
  • für jedes Kind ein schönes Gummiband zur Sicherheit (weil ich weiß, welche Belastungen und Fliehkräfte auf diese Dosen im Schulranzen wirken können). So kann ich die Dosen morgens auch gut auseinanderhalten und in den richtigen Ranzen packen.
  • für jedes Kind zwei Flaschen.
  • zwei runde, dicht schließende Dosen für Joghurt und ähnliches.

Dabei habe ich mich überall für Edelstahl entschieden, weil die Gewinnung von Aluminium extrem umweltschädlich und Aluminium außerdem ein Nervengift ist. Wer mehr Infos dazu möchte, kann zum Beispiel bei Utopia lesen. Da ist mir Edelstahl einfach sympathischer.

Die alten Plastiksachen habe ich zu größten Teilen verschenkt. Ob das Sinn macht, ist ja eine viel diskutierte Frage. Ich für mich habe beschlossen, dass das ok ist und besser als Wegwerfen. Ein paar ganz einzelne Teile (zum Beispiel ein paar ganz kleine Döschen für Mini-Beilagen und zwei wunderschöne und von den Kindern heißgeliebte kleinere Dosen) habe ich auch noch behalten.

Und Ihr? In was packt Ihr das Pausenbrot Eurer Kinder – oder Euer Mittagessen für die Arbeit?

Plastic Free July 9 und 10: DIY Kalklöser

Plastikfreie Putzmittel sind bei uns definitiv ein Problem. Zwar haben wir das Arsenal an Mittelchen in den vergangenen Jahren sukzessive reduziert, aber da ich mir beim Putzen helfen lasse (von einer Fee, die ich nicht mehr missen möchte), liegt die Entscheidungsgewalt hier nicht ganz alleine bei mir. Aber manchmal muss ich dann doch mal das eine oder andere ausprobieren 🙂

Diese Woche war der Kalklöser leer. Der bisherige war sowieso schon die biologische Version – und in einem hellen Moment kam mir die Idee, doch einfach mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Und was ist drin? 15-30% Zitronensäure, 5-15% Alkohol und Wasser! Wie bitte? Das ist alles? Plastic Free July 9 und 10: DIY Kalklöser weiterlesen

Plastic Free July 8: Mal wieder ein halbwegs normaler Einkauf

Nachdem die erste Hälfte der Woche mein Großer krank zu Hause war, ist jetzt die Kleine krank. Trotzdem habe ich es geschafft, einen halbwegs normalen Einkauf zu erledigen. Ich frage mich nur gerade, wovon wir uns die vergangenen Tage ernährt haben… Egal!

Das stand auf der Liste: Plastic Free July 8: Mal wieder ein halbwegs normaler Einkauf weiterlesen

Plastic Free July 6: Der Coffee-to-go

Coffee-to-go ist ein Phänomen unserer Zeit. Laut Utopia gehen pro Stunde allein in Deutschland 320.000 Einweg-Becher über die Ladentheke. 2,8 Milliarden Kaffeebecher schmeißen wir pro Jahr in den Müll. Eine unfassbare Zahl!

Dabei ist es so einfach: Entweder setzt man sich hin, und genießt seinen Kaffee in Ruhe, im Cafe. Oder man bringt einen Becher mit. Plastic Free July 6: Der Coffee-to-go weiterlesen

Plastic Free July 4: Au weia

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Der vierte Tag und schon ist es soweit. Mein Großer ist krank zu Hause, was natürlich sämtliche Planungen umwirft. Also habe ich zum Mittagessen was beim Asia-Mann geholt. Zwar habe ich an einen Beutel gedacht, um die Sachen mitnehmen zu können, aber natürlich war ein Teil in Plastik verpackt. Grmpf. Kein weiterer Kommentar.

Und Ihr? Wie war Euer Start in die Woche