Archiv der Kategorie: Weniger Zeug

Ich bin toll!

Tssss, was ist das denn bitte für eine Überschrift? Jetzt ist sie durchgeknallt, oder?

Vielleicht ein bisschen, aber vielmehr ist es ein Versuch der Selbsttherapie! Normalerweise sehe ich nämlich vor allem die Dinge, die noch nicht so sind, wie ich sie gerne hätte. Das liegt zum einen an meiner Art (ist so), aber auch in der Natur der Dinge: Den ganzen Plastikberg, den ich nicht mehr verursache, den kann ich nämlich gar nicht sehen, der ist nicht da. Ich sehe aber das, was immer noch in meinem gelben Sack landet. Genauso ist das beim Restmüll. Und auch sonst sehe ich in der Wohnung naturgemäß all das, was noch da ist – und nicht den ganzen Kram, den ich ausgemistet, mühsam verkauft oder verschenkt habe.

Deshalb habe ich beschlossen, mich heute mal selbst zu loben, und mir all das ins Bewusstsein zu rufen, was schon supergut läuft und was anders ist im Vergleich zu früher.

Hier meine Liste: Ich bin toll! weiterlesen

Problemzone Kleiderschrank (III)

Nachdem sich mein Kleiderschrank ein gutes Stück weg vom suboptimalen Ist und hin zum gewünschten Sollzustand entwickelt hat, blieb als letzte große Aufgabe die sinnvolle Weiterverwendung der aussortierten Kleidungsstücke. Und ich weiß genau, warum ich mich so lange vor diesem Artikel hier gedrückt habe: Dinge sinnvoll weitergeben ist ein Drama! Problemzone Kleiderschrank (III) weiterlesen

Wann ist es erlaubt, gegen die eigenen Ideale zu verstoßen?

Natürlich würde ich gerne komplett verpackungsfrei einkaufen, müllfrei leben und dabei natürlich noch nachhaltig, minimalistisch und überhaupt perfekt konsumieren. Ich bin aber nicht perfekt und wenn ich auch nur eine Sekunde länger darüber nachdenke, möchte ich es auch nicht sein. Perfekte Menschen sind mir eher suspekt und irgendwie auch unsympatisch.

In der Realität sieht mein Leben also sehr unperfekt aus und besteht aus ziemlich vielen Ausnahmen von meinen theoretischen Idealen. Dabei ist mein schlechtes Gewissen mal größer und mal kleiner.

Was ist legitim? Was ist es nicht? Wann ist es eigentlich in Ordnung, gegen meine eigenen Regeln zu verstoßen? Wann ist es erlaubt, gegen die eigenen Ideale zu verstoßen? weiterlesen

Manchmal passt es einfach

Im Ausmistrausch habe ich vergangene Woche auch mal wieder ein paar Dinge bei Ebay Kleinanzeigen zum Verschenken eingestellt. Ich habe festgestellt, dass das viel einfacher ist als irgendwas für ein paar wenige Euro verkaufen zu wollen – und ich freue mich einfach, wenn sich dann jemand darüber freut. Und manchmal ist die Freude richtig groß.

Das Objekt: ein Kinderfotoalbum

Die Konditionen: zu verschenken, nur Abholung Manchmal passt es einfach weiterlesen

Problemzone Kleiderschrank (II)

Nachdem ich vor ein paar Tagen berichtet habe, wie mein Kleiderschrank aussieht und wie ich ihn gerne hätte (was leider nicht das gleiche ist), kann ich heute stolz berichten: Ich bin einen großen Schritt weiter. Ich habe ausgemistet!

Schritt 1: Alles raus!

Bisher hatte ich immer ausgemistet, in dem ich nur die Dinge aus dem Schrank genommen habe, die ich loswerden wollte. Diesmal wollte ich das Prinzip umdrehen. Problemzone Kleiderschrank (II) weiterlesen

Problemzone Kleiderschrank (I)

Greenpeace hat im vergangenen Herbst zum Thema Kleidung eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben: „Wie viele Kleidungsstücke hängen in Deutschland im Schrank? Wie lange werden sie getragen? Warum wird Kleidung aussortiert? Werden Kleidungsstücke und Schuhe noch repariert? Wie sehr werden Alternativen wie Kleidertausch oder Second-Hand-Läden genutzt?“ Demnach besitztjede Erwachsene Person 95 Kleidungsstücke (ohne Unterwäsche und Socken), Frauen im Schnitt 118, Männer 73. Ein Drittel hat 100 bis 300 Teile im Schrank. Dazu wird anscheinend jedes fünfte Kleidungsstück so gut wie nie getragen und nochmal so viele seltener als alle drei Monate. Das macht laut Greenpeace 2 Milliarden Kleidungsstücke, die nahzu ungenutzt nur für den Schrank produziert wurden. Das ist doch verrückt, oder? Problemzone Kleiderschrank (I) weiterlesen

Minimalismus versus Hobby – (m)eine ungelöste Frage

Minimalismus ist eigentlich ganz einfach: Weniger Zeug besitzen, sich um weniger Zeug kümmern müssen, mehr Zeit und/oder Geld für die Dinge, die jedem persönlich wirklich wichtig sind – seien es Freunde, Reisen, Meditieren oder was auch immer. Was aber, wenn das „was auch immer“ ein Hobby ist, dass an sich gar nicht minimalistisch ist, sondern sehr viel mit „Zeug“ zu tun hat, vielleicht sogar mit „Zeug horten“? Mmmmmhhhh….

Minimalismus versus Hobby – (m)eine ungelöste Frage weiterlesen

3 Monate nix kaufen. Zwischenfazit (1)

Seit Anfang Januar bin ich dabei, nichts mehr für mich zu kaufen (außer natürlich Lebensmittel & Co.). Wie immer bei solchen Projekten, läuft es mal besser und mal schlechter, aber bisher kann ich nicht klagen.

Was mir trotz Nachdenken nicht ins Haus gekommen ist:

  • Eine neue kleine, isolierte Trinkflasche für die Kinder für Schule/Kindergarten.
    Ich habe wirklich sehr damit geliebäugelt. Bei -10 Grad fühlt es sich ziemlich bescheuert an, dem Kind kaltes Wasser zum Trinken in den Ranzen zu packen. Schlußendlich konnte ich mich nicht durchringen und habe dem Großen eine alte Thermoskanne von uns eingepackt. Die ist zwar eigentlich zu groß für den Ranzen, aber es geht für die paar richtig kalten Tage. Und er findet den kleinen Becher oben drauf total klasse. Wenn die Kleine aber auch noch will, dann muss ich wohl doch noch mal shoppen gehen.

Was habe ich anders gelöst?

  • Ich habe meinen Bibliotheksausweis reaktiviert und ein Buch ausgeliehen, was ich gerne lesen wollte, weil ich durch Zufall die Autorin kennengelernt habe. Dabei hatte ich gar nicht erwartet, dass es das in der Bibliothek wirklich gibt, ich habe eher aus Prinzip mal nachgeschaut. Dafür war die 3-Monats-Challenge schon mal gut!
  • Da der Skiurlaub ansteht und meine Skier und Skischuhe richtig alt sind (also so richtig alt), hatte ich im Herbst noch damit geliebäugelt, mir zumindest neue Schuhe zu kaufen. Jetzt habe ich es doch mal mit Leihen probiert, auch wenn das zumindest bei den Schuhen für mich ein Novum war. Das Gute daran war, ich konnte die Schuhe zwischendrin wechseln, denn das erste Paar passte zwar beim Anprobieren, tat aber nach zwei Abfahrten weh.
  • Eine Freundin von mir hat an Fasching Geburtstag und bat um Verkleidung. Hier habe ich eine Lösung gefunden, vorhandene Kleidungsstücke umzunähen und Accessoires bei zwei Freundinnen zu leihen. Das Motto waren die 70er / 80er und 90er Jahre. Dafür habe ich eine ältere, schon mehrfach geflickte Jeans an den Seitennähten aufgetrennt und bunten Blumenstoff eingenäht und so eine Schlaghose geschaffen. Von einer Freundin bekam ich eine fetzige 70er-Jahre-Brille in gelb, von einer anderen jede Menge bunte, lange Halsketten. Dazu noch ein Stirnband aus dem Blumenstoff und fertig war das Kostüm.

Was habe ich trotzdem gekauft?

  • Ich hatte schöne Winterstiefel, aber sie haben furchtbar gedrückt. Und wenn ich sage furchtbar, dann meine ich furchtbar. An Silvester hatte ich nach weniger als 10 Minuten laufen eine ekelhafte Blase, die nach zwei Wochen immer noch nicht ganz weg war. Leihen, reparieren oder Selbermachen waren in diesem Fall keine Option. Keine Winterschuhe zu haben, war auch keine Option für mich als Schneeliebhaberin (und Frostbeule). Ich habe kurz darüber nachgedacht, Second Hand welche zu suchen, aber bei Schuhen bin ich da leider skeptisch. Da ich aber davon ausgehe, dass ich sie lange Jahre tragen werde, habe ich dann doch neue gekauft. Für mich ein klarer Fall von notwendig und ok.
  • Der zweite Einkauf waren neue Skischuhe. Aber…? Habe ich nicht gerade geschrieben, ich hätte welche ausgeliehen? Richtig! Nur passte das zweite paar Leihschuhe so gut, dass ich genau das Modell noch vor Ort gekauft habe. Trotz 3-Monats-Challenge.

Ansonsten war der erste Monat extrem spontan, unbeeinträchtigt von Verführungen jeglicher Art. Mal sehen wie es weitergeht.

Und Ihr? Wie steht Euer Shopping-Barometer derzeit so?

Shopping-Diät (2. Runde)

Vor genau einem Jahr habe ich es schon mal gemacht: drei Monate nichts für mich gekauft. Damals war mein Fazit zwiespältig. Einerseits war es befreiend, andererseits war es an manchen Stellen dann einfach Prinzipienreiterei. Trotzdem möchte ich es noch mal ausprobieren, allerdings ein bisschen unter anderen Vorzeichen.

Vergangenes Jahr habe ich versucht, einerseits herauszufinden, was „brauche“ ich und was nicht. (Eine interessante Diskussion dazu hatten übrigens Apfelmädchen und sadfsh anlässlich einer einmonatigen Konsumauszeit.) Inzwischen habe ich hingegen das Gefühl, dass ich relativ sicher bin in der Frage, ob ich etwas brauche oder einfach nur haben will.

Weniger konsequent bin ich allerdings in der Suche nach Alternativen zum Kaufen. Shopping-Diät (2. Runde) weiterlesen