Schlagwort-Archive: Abfall

Kleine Dinge

Dank der Portoerhöhung der Deutschen Post brauchte ich im neuen Jahr neue Briefmarken. Normalerweise sind Briefmarken so schön komfortabel und selbstklebend. Der Nachteil: Man produziert Abfall, nämlich den Träger, auf dem die Marken aufgeklebt sind. Nun ist das wirklich keine Riesenmenge, aber ein bisschen leid tat es mir trotzdem immer.

Als ich dann am Briefmarkenverkaufsstand stand, sah ich die Briefmarken auf der Rolle und fragte die Dame, ob man die auch einzeln bekäme. Und siehe da: Die Antwort lautete JA!

Also habe ich 10 unverpackte, abfallfreie Briefmarken erstanden. Manchmal machen einen auch die kleinen Dinge glücklich.

Und Ihr? Was war Euer letztes kleines Erfolgserlebnis?

Küchenrolle? Wozu braucht man die eigentlich?

Wenn man der Werbung glaubt, ist eine Küchenrolle unersetzlich. Zwingend notwendig. Aus einem Haushalt nicht wegzudenken. Es ist ja auch so einfach. Küchenrolle nehmen, gerne mehrere Blätter, das Ungemach wegwischen und weg damit. Funktioniert angeblich sogar mit dem Partner. Vor allem in Familien mit kleinen Kindern hat die Küchenrolle nicht nur den Wischlappen, sondern auch gleich die Serviette ersetzt. Gut, dass noch kein Kind aus Versehen gleich mit weggewischt wurde.

Sehr praktisch also, aber unterm Strich ist es ein furchtbares Wegwerfprodukt. Es wird mit viel Aufwand Zellulose hergestellt, in Form gebracht, evtl. noch bedruckt, auf Rollen gewickelt, in Plastik verpackt, durch die Gegend gefahren, in Regale geräumt, von uns gekauft und nach Hause getragen – damit es dann nach einmaligem Gebrauch im Mülleimer landet. Wenn man mal darüber nachdenkt, ist das ein totaler Wahnsinn! Küchenrolle? Wozu braucht man die eigentlich? weiterlesen

Urlaubszeit ist die schönste Zeit

In der vergangenen Woche war es still hier. Wir waren in Urlaub. Nun ist im Urlaub bekanntermaßen alles anders und das ist auch gut so. Aber so anders, dass man auf einmal alle Prinzipien über den Haufen wirft, sollte es nun auch nicht sein. Jetzt lässt sich trefflich darüber diskutieren, ob Skifahren in irgendeiner Art überhaupt nachhaltig ist – von der Anreise mit dem Auto über die Verbauung der Alpen bis hin zu den Schneekanonen – aber das soll nicht mein Thema sein. Vielmehr geht es mir um die Umsetzung aller guten Vorsätze zum Thema Abfall und Plastik unterwegs und vor Ort. Das ist mir, nun ja, wie soll ich sagen, nicht so wirklich gut gelungen… Urlaubszeit ist die schönste Zeit weiterlesen

Wochenendeinkauf – no waste, no plastic

Abfall und Plastik vermeiden ist eine ewige Reise. Manches fällt leicht, manches schwerer. Und am Beginn eines solchen Unternehmens fragen sich viele, wie das überhaupt gehen soll. Heute war ich unterwegs, den Wochenendeinkauf machen, und beim Blick in meinen Einkaufkorb dachte ich mir, das zeigt eigentlich ganz gut, wie es funktioniert bzw. funktionieren kann.

  • Lachsfilet vom Fischstand und Hühnerbrust vom Geflügelstand auf dem Markt. Direkt in die mitgebrachten Dosen.
  • Oliven vom Türken auf dem Markt. Direkt in das mitgebrachte Schraubglas.
  • Jede Menge lose gekauftes Obst, Gemüse und Kartoffeln aus dem Bioladen in den Stoffbeuteln. Hier sind leider Preisetiketten von der Waage dran.
  • Feta von der Frischetheke im Bioladen. Auch der direkt in die mitebrachte Dose.
  • Milch in der Pfandflasche vom Bioladen.
  • Dazu (nicht auf dem Bild) gab es Nachschub für den Biervorrat. In Pfandflaschen. Die Kronkorken landen im gelben Sack.

Zugegeben: Nicht jeder Einkauf ist so erfolgreich, an vielen Details scheitere ich im täglichen Leben. Rosinen, Linsen, Couscous und ähnliches gibt es bei mir in der Umgebung nicht unverpackt – und dafür quer durch die Stadt zu fahren macht auch nicht wirklich Sinn. Butter ist auch so ein Thema, wo ich noch ratlos bin.

Und bei Euch? Wie war Euer Wochenendeinkauf?

160 Millionen Stück. Jeden Tag. Für die Tonne.

Morgens vor der Arbeit. In der Mittagspause. Beim Shoppen. Auf dem Weg nach Hause. 160 Millionen mal. Jeden Tag. Weltweit (Quelle). Wovon ich rede? Von Coffee-to-go. Ich muss gestehen, ich liebe diesen Kaffee unterwegs. Ich genieße dieses warme Etwas in meinen Händen, es ist oft ein Stück Belohnung, manchmal Ablenkung, es tut mir gut. Und sehr oft habe ich auch gar keine Lust, mich reinzusetzen. Aber diese Becher, die nerven.

160.000.000 Becher, ineinander gestapelt, jeweils nur 2 Millimeter rausschauend, ergeben (wenn ich mich nicht verrechnet habe) einen 360 Kilometer hohen Stapel. Nur die Becher. Die sind zwar aus Papier, aber beschichtet. Und dazu 160.000.000 Deckel. Ist das unser Ernst? Für ein Luxusprodukt? Wir reden nicht von lebensnotwendigen Medikamenten, sondern von Kaffee! 160 Millionen Stück. Jeden Tag. Für die Tonne. weiterlesen

Mehr Weihnachten mit weniger – wie schafft man das?

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins dann zwei, dann drei, dann vier… Und dann müssen die Folgen von Weihnachten entsorgt werden: der Weihnachtsbaum , dazu der Karton mit dem ganzen Geschenkpapier und den Verpackungen. Ein paar Christbaumkugeln sind auch wieder kaputtgegangen. Trotzdem weiß man nicht so genau, wo man die neuen schönen Sachen, die man noch besorgt hat, unterbringen soll. Die bisherige Kiste mit Weihnachtsdeko ist irgendwie zu klein geworden. Und was ist eigentlich alles noch im Kühlschrank? Mehr Weihnachten mit weniger – wie schafft man das? weiterlesen

Abfall vermeiden – 5 Basics

Nachdem ich vor über einem Monat 5 Basics aufgeschrieben habe, mit denen man Plastik vermeiden oder zumindest reduzieren kann, widme ich mich jetzt dem restlichen Abfall. Damit meine ich zum einen den klassischen Restmüll, der in der Mülltonne landet. Ich finde es aber auch richtig, auch andere Kategorien mitzudenken, denn natürlich ist es gut, wenn beispielsweise Papier recycelt wird. Aber noch besser ist es doch, wenn wir insgesamt weniger davon verbrauchen, denn das muss nicht produziert, verpackt, veschickt etc. werden.

Daher jetzt und hier 5 Basics, um Abfall zu vermeiden: Abfall vermeiden – 5 Basics weiterlesen

Herausforderung Kindergeburtstag

Kindergeburtstage  sind in vielfacher Hinsicht eine Challenge: die Suche nach passenden Geschenken für das Geburtstagskind, nach klugen Mitgebseln für die kleinen Gäste und die Mit-Kitakinder, die Wohnung will dekoriert werden und für alle Stationen eines solchen Geburtstages müssen Kuchen gebacken und verziert werden. Puh! Mir wird schon mulmig beim Gedanken ans kommende Wochenende. Da wird nämlich die Kleine vier Jahre alt. Und weil das Leben so ist wie es ist, feiern wir drei Tage lang: Samstag mit ihren Freunden, Sonntag mit der Familie und am Montag dann in der Kita.

Die Frage, die mich jetzt natürlich umtreibt: Wie organisiert man diesen Geburtstag zumindest halbwegs nachhaltig, also ohne riesige Mengen an Müll zu produzieren? Herausforderung Kindergeburtstag weiterlesen