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Plastic Free July 9 und 10: DIY Kalklöser

Plastikfreie Putzmittel sind bei uns definitiv ein Problem. Zwar haben wir das Arsenal an Mittelchen in den vergangenen Jahren sukzessive reduziert, aber da ich mir beim Putzen helfen lasse (von einer Fee, die ich nicht mehr missen möchte), liegt die Entscheidungsgewalt hier nicht ganz alleine bei mir. Aber manchmal muss ich dann doch mal das eine oder andere ausprobieren 🙂

Diese Woche war der Kalklöser leer. Der bisherige war sowieso schon die biologische Version – und in einem hellen Moment kam mir die Idee, doch einfach mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Und was ist drin? 15-30% Zitronensäure, 5-15% Alkohol und Wasser! Wie bitte? Das ist alles? Plastic Free July 9 und 10: DIY Kalklöser weiterlesen

Nutella selbst gemacht

Heute morgen zog köstlicher Duft durch meine Küche. Das Aroma gerösteter Haselnüsse, fein gemahlen und püriert, dazu Schokolade und ein Hauch Vanille… Seit ich vor zwei Wochen bei Utopia auf „Die Nutella-Alternative: Schokoaufstrich selber machen“ gestoßen bin, stand das Rezept ziemlich weit oben auf meiner To-Do-Liste.

Das Schöne daran: Es war eine relativ abfall- und plastikfreie Sache! Nutella selbst gemacht weiterlesen

Ein kleines Stück weniger Plastik in der Schule

„Schule“ und „kein Plastik“ scheinen unvereinbar zu sein. Ein in sich liegender Widerspruch. Eine Unmöglichkeit. Wer jemals eine Einkaufliste für Schulkinder gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Ein Posten, über den ich mich schon als Schulkind aufgeregt habe, sind die Umschläge für Hefte und Bücher aus Plastik. Sie sehen bescheiden aus und halten in der Regel kaum ein Schuljahr.

Nun habe ich das erste Mal einen Umschlag aus Stoff genäht – und bin ein bisschen stolz (denn das Werk ist viel schöner als das olle Bild davon). Es ist eine Hülle für das Schatzheft meines Großen, in das er jeden Tag einen kleinen Satz schreiben soll. Es ist also eine Art Tagebuch und liegt daher in der Regel hier zu Hause. Bisher hatte es gar keine Hülle, aber dabei hatte ich immer ein bisschen Angst, dass doch mal eine Teetasse umfällt oder es sonst in irgendeiner Form unter die Räder kommt. Deswegen war es das ideale Testobjekt für einen Heftumschlag aus Stoff, bevor es im Sommer ans Einkaufen für das nächste Schuljahr geht.

Ich habe mich an das Tutorial von Herzensüß gehalten und es war wirklich nicht schwer und hat auch beim ersten Mal nicht allzu lange gedauert. Für Hefte, die regelmäßig im Schulranzen transportiert werden, werde ich zukünftig den Außenstoff verstärken, wie das Tutorial es auch empfiehlt). Außerdem werde ich mich mal auf die Suche nach so kleinen Einstecktaschen machen, um Namensschilder austauschbar zu machen.

Und Ihr? Habt Ihr schon mal Heftumschläge selbst genäht? Und was sind Eure Tipps für eine Schule mit weniger Plastik?

PS: Bei der Recherche für diesen Artikel habe ich gesehen, dass es auch Heftumschläge aus Recyclingpapier gibt (z.B. bei Memo). Auch nicht schlecht, oder?

Minimalismus versus Hobby – (m)eine ungelöste Frage

Minimalismus ist eigentlich ganz einfach: Weniger Zeug besitzen, sich um weniger Zeug kümmern müssen, mehr Zeit und/oder Geld für die Dinge, die jedem persönlich wirklich wichtig sind – seien es Freunde, Reisen, Meditieren oder was auch immer. Was aber, wenn das „was auch immer“ ein Hobby ist, dass an sich gar nicht minimalistisch ist, sondern sehr viel mit „Zeug“ zu tun hat, vielleicht sogar mit „Zeug horten“? Mmmmmhhhh….

Minimalismus versus Hobby – (m)eine ungelöste Frage weiterlesen

Shopping-Diät (2. Runde)

Vor genau einem Jahr habe ich es schon mal gemacht: drei Monate nichts für mich gekauft. Damals war mein Fazit zwiespältig. Einerseits war es befreiend, andererseits war es an manchen Stellen dann einfach Prinzipienreiterei. Trotzdem möchte ich es noch mal ausprobieren, allerdings ein bisschen unter anderen Vorzeichen.

Vergangenes Jahr habe ich versucht, einerseits herauszufinden, was „brauche“ ich und was nicht. (Eine interessante Diskussion dazu hatten übrigens Apfelmädchen und sadfsh anlässlich einer einmonatigen Konsumauszeit.) Inzwischen habe ich hingegen das Gefühl, dass ich relativ sicher bin in der Frage, ob ich etwas brauche oder einfach nur haben will.

Weniger konsequent bin ich allerdings in der Suche nach Alternativen zum Kaufen. Shopping-Diät (2. Runde) weiterlesen

Bitte, werde wieder fit! Ich brauche Dich doch!

Das Timing ist schlecht, sehr schlecht sogar. Meine Nähmaschine versagt mir ihren Dienst. So richtig böse kann ich ihr nicht sein, denn zum einen ist sie nicht mehr die Jüngste. Etwa 40 Jahre ist sie alt, ich habe sie von meiner Mutter geerbt. Zum anderen habe ich ihr in diesem Jahr viel Arbeit aufgehalst, weil ich das Nähen (wieder) für mich entdeckt habe. Früher musste sie höchstens mal einen Vorhang kürzen, aber dieses Jahr gab es Mützen, Nachthemden, T-Shirts, Hosen und noch manch anderes Stück. Viel Arbeit also für meine alte Dame.

Und jetzt quietscht sie wie wild (nicht vor Vergnügen), zerreißt mir die Fäden, frißt den Unterfaden, dass es nur so kracht. Alles an ihr schreit: Kümmer Dich um mich! Bitte, werde wieder fit! Ich brauche Dich doch! weiterlesen

Einmal hin, einmal her, Selbermachen ist nicht schwer?

Wer weniger Plastik und Abfall prodzieren will, gelangt in den normalen Läden schnell an seine Grenzen. Manches lässt sich Second Hand besorgen, manches gibt es in Online-Shops, die sich genau darauf spezialisiert haben, aber dort gibt es halt auch nicht alles. Vor allem bei den Dingen des täglichen Verbrauchs ist es oftmals schwierig bis unmöglich, etwas zu finden, was den eigenen Ansprüchen genügt. Dann heißt es: die guten Vorsätze über Bord werfen und trotzdem kaufen oder verzichten oder: Selbermachen. Im Internet gibt es zahllose Rezepte für viele „Problemfälle“ – von Reinigungsmitteln über Deo bis hin zu Chips. Wie spannend! Das hat natürlich viele Vorteile, ich bin aber auch skeptisch. Warum? Einmal hin, einmal her, Selbermachen ist nicht schwer? weiterlesen