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Ein kleines Stück weniger Plastik in der Schule

„Schule“ und „kein Plastik“ scheinen unvereinbar zu sein. Ein in sich liegender Widerspruch. Eine Unmöglichkeit. Wer jemals eine Einkaufliste für Schulkinder gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Ein Posten, über den ich mich schon als Schulkind aufgeregt habe, sind die Umschläge für Hefte und Bücher aus Plastik. Sie sehen bescheiden aus und halten in der Regel kaum ein Schuljahr.

Nun habe ich das erste Mal einen Umschlag aus Stoff genäht – und bin ein bisschen stolz (denn das Werk ist viel schöner als das olle Bild davon). Es ist eine Hülle für das Schatzheft meines Großen, in das er jeden Tag einen kleinen Satz schreiben soll. Es ist also eine Art Tagebuch und liegt daher in der Regel hier zu Hause. Bisher hatte es gar keine Hülle, aber dabei hatte ich immer ein bisschen Angst, dass doch mal eine Teetasse umfällt oder es sonst in irgendeiner Form unter die Räder kommt. Deswegen war es das ideale Testobjekt für einen Heftumschlag aus Stoff, bevor es im Sommer ans Einkaufen für das nächste Schuljahr geht.

Ich habe mich an das Tutorial von Herzensüß gehalten und es war wirklich nicht schwer und hat auch beim ersten Mal nicht allzu lange gedauert. Für Hefte, die regelmäßig im Schulranzen transportiert werden, werde ich zukünftig den Außenstoff verstärken, wie das Tutorial es auch empfiehlt). Außerdem werde ich mich mal auf die Suche nach so kleinen Einstecktaschen machen, um Namensschilder austauschbar zu machen.

Und Ihr? Habt Ihr schon mal Heftumschläge selbst genäht? Und was sind Eure Tipps für eine Schule mit weniger Plastik?

PS: Bei der Recherche für diesen Artikel habe ich gesehen, dass es auch Heftumschläge aus Recyclingpapier gibt (z.B. bei Memo). Auch nicht schlecht, oder?

Minimalismus versus Hobby – (m)eine ungelöste Frage

Minimalismus ist eigentlich ganz einfach: Weniger Zeug besitzen, sich um weniger Zeug kümmern müssen, mehr Zeit und/oder Geld für die Dinge, die jedem persönlich wirklich wichtig sind – seien es Freunde, Reisen, Meditieren oder was auch immer. Was aber, wenn das „was auch immer“ ein Hobby ist, dass an sich gar nicht minimalistisch ist, sondern sehr viel mit „Zeug“ zu tun hat, vielleicht sogar mit „Zeug horten“? Mmmmmhhhh….

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Wann haben wir eigentlich aufgehört, Kleidung zu flicken?

Während unsere Großmütter vermutlich noch viele Abende ihres Lebens mit der Nähnadel in der Hand verbracht, Socken gestopft und aus alten Vorhängen Küchenschürzen genäht haben, sind nicht wenige Menschen heute schon damit überfordert, einen Knopf wieder anzunähen. Warum eigentlich? Und seit wann? Wann haben wir eigentlich aufgehört, Kleidung zu flicken? weiterlesen